Die Vorgeschichte des 17. Juni 1953

Schon 1952 beschloss die SED, den Aufbau des Sozialismus zu forcieren, was zu Arbeitsnormerhöhungen führte. Außerdem sank der Lebensstandard, da man die ohnehin knappen Gelder für die Bewachung der innerdeutschen Grenze und zur Aufrüstung verwendete.

Nachdem Stalin verstorben war, hatte man auch in der DDR den in der Sowjetunion begonnenen anderen Kurs übernommen, man wollte so genannte "Überspitzungen des sozialistischen Aufbaus" ab Juni 1953 zurück nehmen. Allerdings hielt man der 10prozentigen Normerhöhung fest, was zu Unruhen in der Bevölkerung führte.

Schon am Morgen des 16. Juni 1953 legten Arbeiter in Friedrichshaim die Arbeit nieder und zogen zum Haus der Ministerien, um die Verantwortlichen zur Rede zu stellen, die sich aber nicht blicken ließen. Auf dem Vorplatz war indes die Teilnehmerzahl auf ca. 1000 Demonstranten angewachsen.

 

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