Schließlich lies sich der Minister Selbmann sehen, konnte aber nicht sprechen. Seine Ansprache wurde immer wieder von Sprechchören mit der Forderung nach freien Wahlen unterbrochen. Schon am Nachmittag hatte man die Normerhöhung zurück genommen, die Menge zerstreute sich. Aber der Protest hatte sich verselbständigt. Das Gerücht eines Generalstreiks am 17. Juni machte die Runde mit politischen Forderungen, die hier ihren Ausgangspunkt nahmen. Allein in Berlin legten 36.000 Arbeiter nir Arbeit nieder. Man forderte u. a. freie Wahlen und die Freilassung politischer Gefangener.

Wieder strömte man zum Haus der Ministerien, der Ausnahmezustand wurde verhängt, es gab Tote und Verletzte. 18 Menschen wurden zum Tode verurteilt und standrechtlich erschossen.

An diese Ereignisse erinnert das Mahnmal, das ich auf der folgenden Seite vorstelle.

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Gedenkorten

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