Die AfD verwies geradezu euphorisch auf einen Artikel von Rudolf Augstein, der sich 1998 in einem Kommentar in der Wochenzeitschrift "Der Spiegel" das Mahnmal ähnlich in einem Kontext mit "Schande" gesetzt wird. Das Heft beschäftigt sich u. a. mit der Frage, ob die Schuld an den Holocaust verjährt sei (vgl. Der Spiegel, 49/1998).

Auslöser war die Rede des Schriftstellers Martin Walser zur Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 1998. In dieser Rede sehnte sich Walser nach einer deutschen Normalität, die den Deutschen versagt sei aufgrund der Verbrechen von Auschwitz:

"Ich verschließe mich Übeln, an deren Behebung ich nicht mitwirken kann. Ich habe lernen müssen, wegzuschauen. Ich habe mehrere Zufluchtwinkel, in die sich mein Blick sofort flüchtet, wenn mir der Bildschirm die Welt als eine unerträgliche vorführt. Ich finde, meine Reaktion sei verhältnismäßig."

 

 

Einführung

die Rede

Reaktion Höcke

Reaktion Meuthen

Augstein zum Vergleich

die Rede J. Maiers

aus Worten werden Taten