Sitemap Impressum/Datenschutzhinweis
ein paar Impressionen aus der Galleria dell'Accademia in Florenz

Für eine größere Ansicht der Fotos klicken Sie bitte auf die Fotos

Placeholder imageBild 1:
der David

Placeholder imageBild 2:
der David

Placeholder imageBild 3:
der David

Placeholder imageBild 4:
der David

Placeholder imageBild 5:
der David

Placeholder imageBild 6:
der David

Placeholder imageBild 7:
der David

Placeholder imageBild 8:
der große Saal ist
Michel-angelo gewidmet

Placeholder imageBild 9:
die Pietà aus Palestrina 

Placeholder imageBild 10: einer der sg. Gefangenen

 

 Offiziell heißt die Galerie "Accademia di belle arti", Galerie der schönen Künste. Gegründet wurde sie 1563 von Giorgio Vasari, Bartolomeo Ammanati und Agnolo Bronzino. Schmherr war Cosimo de Medici I. Sie war die erste Akademie für Malerei in Europa.

Den Betrieb nahm sie ursprünglich in der Kirche Santissima Annunziata auf. Hier entschied man sich auch, Artemisia Gentileschi aufzunehmen. Die Aufnahme einer Frau glich einer Sensation.

Großherzog Leopold der Toskana entschied per Dekret 1784, alle Malschulen in Florenz unter einem Dach zu führen, die Akademie erhielt ihren heutigen Namen und befand sich fortan in der Via Ricasoli. Aufgabe der Akademie ist es noch heute, den Künstlern Zugang zu den Werken alter Meister bieten zu können.

Placeholder image

Oktober 2020: vor dem Eingang keine Schlange wie sonst...

Placeholder image Placeholder image

Der David wird sehr schön präsentiert, allerdings ist er auch immer gut besucht, die erste Aufnahme stammt vom Oktober 2016. Ich hatte die Möglichkeit im Oktober 2020, also zu Corona-Zeiten, Florenz abermals zu besuchen. Im Museum befanden sich deutlich weniger Touristen.

Die Bilder 1-7 zeigen Michelangelos "David". Der David von Michelangelo ist eine der bekanntesten Statuen der Hochrenaissance. Sie entstand in den Jahren 1501 bis 1504 in Florenz. Die Statue wiegt ca. 6 Tonnen und ist etwas über 5 Meter hoch. Seit 1873 befindet sie sich in der Galleria.

Neu an der Skulptur war die dargestellte Szenerie, zum ersten Mal wurde David im Kampf gegen Goliath vor dem Kampf gezeigt, bisher stellte man David nach dem Kampf in siegreicher Pose mit den abgeschlagenen Kopf Goliaths dar (Verrochio, Donatello, Andrea della Robbia).

Zur Entstehungsgeschichte:

Seit 1468 lagerte im Domgarten ein zwölf Tonnen schwerer Block aus Carraramarmor, bereits 1464 beauftragte man Agostino di Duccio mit einer Davidskulptur. Er scheiterte ebenso wie der 1476 beauftrage Antonio Rossellino.

1501 erhielt Michelangelo schließlich den Auftrag von der Wollweberzunft, den David zu vollenden. Die gescheiterten Künstler hinterließen nur einen grob behauenen Block.

1504 schließlich vollendete Michelangelo sein Werk, die Skulptur sollte ursprünglich das Figurenprogramm auf den äußeren Strebepfeilern des Doms vervollständigen. Deswegen wählte Michelangelo die Proportionen so, dass diese in der Untersicht wieder natürlicher erscheinen, da die Skulptur in großer Höhe aufgestellt werden sollte.

Eine von der Signoria eingesetzte Kommission, der u. a. Leonardo da Vinci, Sandro Botticello und Piero de Cosimo angehörten, entschieden 1504, dass die Skulptur vor dem Palazzo della Sigoria aufgestellt werden soll. Am 8. September 1504 wurde sie dort enthüllt, sie avancierte schnell zur Symbolfigur des freiheitsliebenden Florenz.

Im 19. Jahrhundert entschied man sich, die durch Witterungseinflüsse und Vogelexkrementen stark beschädigte Figur in einen geschlossenen Raum unterzubrigen, in der Galleria wurde hier eigens eine Tribuna gebaut.

Das Foto Nummer 8 zeigt den sg. "großen Saal, der Michelangelo gewidmet ist. Auf dem Foto ist hinten links die Pietà aus Palestrina zu sehen, vorne einer der sg. "Gefangenen".

Foto 9:

Noch immer ist umstritten, ob die Pietà tatsächlich von Michelaneglo stammt. Im Gegensatz zu vielen anderen Werken ist hier die Quellenlage unzureichend, um eine klare Zuschreibung gewährleisten zu können. Die Pietà gehörte den Barberinis, sie befand sich ursprünglich in der Kirche Santa Rosalia in Palestrina. Im 18. Jahrhundert wurde sie Michelangelo zugeschrieben.

Foto 10:

Hier ist der sg. "bärtige Sklave" zu sehen, eine der unvollendeten Statuten des Julius-Grabmales in Rom. Schon zu Lebzeiten hatte Papst Julius II. ein Grabmonument in Auftrag gegeben. Michelangelo entwarf ein Mausoleum, der umtriebige Papst allerdings änderte mehrfach seine Pläne, 1506 schließlich ließ er seine Pläne fallen.

Der Papst verstarb 1513, die Testamentsvollstrecker setzten einen neuen Vertrag auf, der ein kleineres Grab - ein Wandgrab - vorsah. 1516 schließlich wurde abermals ein neuer Vertrag aufgesetzt, der die Zahl der Figuren erneut verringerte. Papst Leo X., Nachfolger Julius II., war della Rovere, dem verantwortlichen für das Grabmal, nicht wohl gesonnen, so dass 1516 die Arbeit abermals beendet wurde. Aus dieser Zeit stammen die in der Galleria dell' Accademia gezeigten unvollendeten Statuen. Das Julius-Grabmal wurde noch mehrmals modifiziert und schließlich später vollendet.