In riesigen Vitrinen werden die Utensilien der Häftlinge gezeigt.

Die Utensilien werden in riesigen Vitrinen ausgestellt. In einer anderen ähnlich großen Vitrine werden Haare ausgestellt. Auf einem Informationsschildchen ist zu lesen, daß das Gesamtgewicht der Haare 6 Tonnen betrage...

Die Deportierten wurden offiziell "in den Osten übergesiedelt". Demzufolge nahmen sie das in ihren Augen wichtigste Hab und Gut mit, kleinere Wertgegenstände (Uhren, Geld, Schmuck) hatte man in die Kleidung eingenäht.

Im Archiv kann man ich ausführlicher über die Verbrechen in Auschwitz informieren. Hier sind Unterlagen über die Zwillingsforschung von Josef Mengele zu sehen.

Eine Dienstbeurteilung des Vorgesetzten von Josef Mengele.

Der Appellplatz, auf denen die Häftlinge in ihrer dünnen Häftlingskleidung bei Wind und Wetter antraten: Im Vordergrund eine Steinwalze, die Häftlinge für Straßenbauarbeiten ziehen mußten.

Die rekonstruierten Öfen des Krematorium und Gaskammern I im Stammlager. Das Krematorium und Gaskammer I war nur bis Juli 1943 in Betrieb. In den drei Öfen konnten täglich 340 Leichen verbrannt werden. Seit Juli 1943 wurde das Gebäude als Lager benutzt, nachdem man einige Wände eingerissen, die Öfen und den Schornstein abgetragen hatte, auch als Schutzbunker für die SS. Die Öffnungen zum Einwerfen des Zyklon-B wurden zugemauert.

Bei der Gedenkstättenkonzeption 1947 war es wichtiger, im Stammlager den Völkermord komplett zu vermitteln, das Areal Birkenau spielte nur eine untergeordnete Rolle.

Deswegen mußte das Krematorium hier rekonstruiert werden. Die Öfen und Schienen wurden aus dem noch herum liegendem Material gebaut.

Detail des Krematorium I. Der Besucher kann sich heute kaum vorstellen, daß das Krematorium und Gaskammer I seit 1943 nicht mehr in Betrieb war, schließlich starben auch im Stammlager Häftlinge bzw. wurden ermordet, die Leichen wurden weiterhin verbrannt. Es fällt schwer, sich vorzustellen, daß man die Leichen dann nach Birkenau zur Verbrennung transportiert hatte.

Man muß sich vor Augen führen, daß das Stammlager damals viermal größer war. Alliierte Luftaufnahmen zeigen, daß beide Bereiche eine Einheit bildeten. Heute dagegen muß der Besucher des früheren Stammlagers das Gelände der Gedenkstätte verlassen, um nach Birkenau zu gelangen.

Die Gleise zur berüchtigten Rampe ins Lager Auschwitz-Birkenau. Die Rampe im Lager wurde erst im Mai 1944 gebaut, bis dahin trafen die Häftlinge auf der sg. "alten Rampe" ein, die sich an der regulären Bahnstrecke zwischen den Lager Auschwitz I und Auschwitz II befand. Erst 2005 hatte man dort eine Ausstellung eingerichtet.

Im Vordergrund die überwucherten Gleise der Rampe, so wie sich den Besuchern im Herbst 1989 präsentierte. Inzwischen hat man die Rampe denkmalspflegerisch zumindest ansatzweise wieder in einen ansehnlicheren Zustand gebracht. Trotz der historischen Bedeutung des Ortes fehlen in Polen hierfür immer wieder Gelder, denn der Erhalt des riesigen Areals ist sehr kostenintensiv.

 

zur mobilen Seite
für eine größere Ansicht bitte das Bild anklicken!