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Gedenkorten

 

Zwar ist aus jüdischer Perspektive der Holocaust insofern einmalig, dass es der erste Versuch war, die jüdische Bevölkerung in Europa vollständig auszulöschen.

Aus nichtjüdischer Perspektive, noch dazu aus der Perspektive aus dem Nachfolgestaat, der den Nationalsozialismus zu verantworten hat, hätten andere Opfergruppen eingeschlossen werden sollen. Mit gleicher Intention lief der Mord an Sinti und Roma ebenso, Behinderte hatte man schon systematisch ermordet, bevor im Rahmen des Holocaust systematisch Juden ermordet wurden. Ausgehend vom Menschenbild der Nationalsozialisten des Ariers als sg. „Herrenrasse“ waren Juden eine von mehreren minderwertigen Menschengruppen.

Es gibt aber auch organisatorische Defizite, das Mahnmal ist für Behinderte nur sehr bedingt zugänglich. Zwar gibt es markierte Wege für Rollstuhlfahrer, worin diese sich letztlich von den anderen Gassen unterscheiden, hat sich mir nicht erschlossen. Vielleicht sind sie ein wenig breiter, die Wege sind insofern rollstuhlfahrerfreundlicher, als die Neigungen maximal acht Grad betragen. Behinderte, die auf einem elektrischen Rollstuhl angewiesen sind, werden trotzdem kaum das Mahnmal durchfahren können aufgrund der ungünstigen Pflasterung und der Enge.

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