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Gedenkorten

 

Aber hat man nicht vor 10 Jahren u. a. argumentiert, dass das Mahnmal ein Ersatzfriedhof darstelle, auf einem jüdischen Friedhof nur Juden liegen können bzw. dürfen, ergo das Mahnmal nur ein explizit den ermordeten Juden gewidmetes sein kann? Nun turnt man auf dem Ersatzfriedhof! "Vielen Besuchern des Holocaust-Mahnmals in Berlin scheint es an Ehrfurcht zu mangeln: Immer wieder pinkeln Touristen, Besucher und Passanten zwischen die Stelen. Bislang wurde diese Entwürdigung verschwiegen - absichtlich." betitelt Spiegel online einen Artikel am 29. Januar 2007.

Spielplatz und Toilette, aber der eigentliche Zweck scheint sich unter israelischen Staatsgästen noch nicht herumgesprochen zu haben: dass man hier den ermordeten Juden Europas gedenken soll.

Der israelische Außenminister Silvan Shalom legte am 18. Mai einen Kranz am Mahnmal Bahnhof Grunewald ab am Gleis 17, Ausgangspunkt diverser Deportationszüge, erst danach besuchte er das Mahnmal.

Der israelische Staatspräsident Moshe Katsav legt Ende Mai einen Kranz am damaligen Sammelplatz Große Hamburger Straße ab. „Die Vergangenheit, die Gefühle, sind an den authentischen Orten deutlicher zu fassen.“ (Amit Gilad, Sprecher der israelischen Botschaft, zitiert nach dem Berliner Tagesspiegel am 19. Mai 2005, Seite 8).

 

 

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